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Die stimmige Bildmarke wurde von dem Künstler und Kommunikationsdesigner Andreas Koridass entwickelt.

Nachruf

Am 19. Juli 2026 ist Inge Hoffmann im Alter von 98 Jahren verstorben.

Wir trauern um sie.

Inge Hoffmann hat unseren Freundeskreis mitbergründet.

Sie ist jeder Form des Antisemitismus stets entschlossen entgegengetreten.

Sie hat sich stets stark gemacht, für die Wahrung und Mehrung der Menschwürde und der sozialen Gerechtigkeit.

Sie hat den Auftrag der Völkerverständigung persönlich genommen.

Sie hat diesem Auftrag durch ihr praktisches Handeln entsprochen.

Sie hat Räume interkultureller Vielfalt erhalten, erweitert, mit Leben gefüllt und zu einem Teil ihres Lebens gemacht.

Sie hat in Isael Freundschaften geschlossen und Gemeinschaft gepflegt.

Sie hat Liebenswürdiges und Liebloses beim Namen genannt, ohne jemals den Respekt vor anderen zu verlieren.

Sie wusste: Begegnungen von Mensch zu Mensch verleihen Versuchen der Aufklärung, der Verständigung und der Versöhnung besondere Kraft, besonderen Halt und eine Stimmigkeit besonderer Qualität.

Diesem Wissen entsprach ihr Handeln.

Die Beständigkeit und Verlässlichkeit ihres Tuns haben unserer Arbeit gutgetan und sie beflügelt.

Wir danken Inge Hoffmann.

Wir behüten Inge Hoffmann vor dem Tod des Vergessens.

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Georg Habs, Ute Kilian, Veronika List, Thomas List, Dieter Menger, Hans Krissel, Karin Weißenberg

Rückblick

Studien-Fahrt ins nahe Mainz

Der „Freundeskreis Kfar Saba e. V.“ hat öffentlich zum Besuch der Ausstellung „Shalom am Rhein. 1.000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz“ im Landesmuseum Mainz (historischer Marstall, „Steinhalle“, Große Bleiche 49–51) eingeladen.
Insgesamt neun Personen haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht.
Am Samstag, dem 10. Oktober 2026 sind wir um 9:30 Uhr im Wiesbadener Hauptbahnhof gestartet.
Am Zielort begrüßte uns Frau Dr. Weber, eine hochkompetente Mitarbeiterin des Museums, erklärte uns den Aufbau und die Zielsetzung der Ausstellung.
Insgesamt hat sie uns mehr als anderthalb Stunden ihres Lebens geschenkt, für eine Führung voller Esprit und Sachkunde.
Am Anfang noch etwas schüchtern und kurzatmig in ihren Ausführungen, hat ihre Begeisterung für die Sache sie rasch über sich selbst hinausgetragen und uns immer aufs Neue inspiriert. Engagiertes Tun verschafft Gelassenheit, Würde und Ausstrahlung.
Alles nachzuerzählen, was uns unsere Führerin vorgestellt und vermittelt hat, ginge zu weit. Von ihren Lieblings-Gegenständen der Erläuterung und Aufklärungen seien deshalb nur vier stark verkürzt dargestellt.

  1. Die reiche jüdische Überlieferung der SchUM-Stätten (Speyer, Worms und Mainz) wurde 2021 von der UNESCO offiziell als Weltkulturerbe anerkannt. Die „Takkanot SchUM“ (die gemeinsamen Rechtssatzungen der drei großen jüdischen Rhein-Gemeinden) wurden im Jahr 1220 auf einer Versammlung in Mainz offiziell beschlossen und schriftlich fixiert. Diese Regeln ordneten die Rechte und Pflichten der Jüdinnen und Juden beim Umgang untereinander und beim Umgang mit die nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft. In diesen Regelungen wurde auch das „Briefgeheimnis“ zur Niederschrift und Geltung gebracht. Wie wunderbar!

  2. Eine Station der Ausstellung thematisiert die herabwürdigende Kennzeichnung von Jüdinnen und Juden im Mittelalter. Die dort gezeigte, berühmte Miniatur stammt aus dem Jahr 1415 und ist einer Bilderhandschrift des Dominikanermönchs „Jacobus de Cessolis“ entnommen.

Auf dem Bildwerk tragen eine jüdische Frau und ein jüdischer Mann deutlich sichtbar einen auf ihrer Oberbekleidung aufgenähten oder angehefteten „Gelben Ring“.
Die Warnfarbe „Gelb“ steht in der Farbpsychologie für „Gefahr“ und „Neid“.
Dieser stigmatisierende Farbcode ist unvergessen.
Die stigmatisierende Kleiderordnung selbst diente der strikten Getrennthaltung der Lebenswelten von Nicht-Juden und Juden, auf dass jede der beiden Welten vor der Vermischung mit Fremdem und vor der Verführung durch Fremdes „geschützt“ bleibe.
Wie bösartig die mittelalterliche Rollenzuweisung im Kern tatsächlich war, verdeutlichen die dem jüdischen Mann beigesellten Attribute „Geldbeutel“ und „Knoblauchknolle“.
Diese beiden Attribute verleumden den jüdischen Mann ohne Scham als „stinkend“ und als „Wucher-Juden“.
Die neben ihm verewigte Jüdin trägt zum ihr aufgezwungen „Gelben Ring“ ein damals übliches Kleid und die übliche Haube einer „gesitteten“ Frau.
Diese Differenzierung der Abwertung verringert die Infamie der Abwertung um keinen Deut!

  1. In einer zackigen Ausstülpung (der in Form eines Davidsterns arrangierten) Ausstellungswände trifft man auf eine hell erleuchtete Vitrine, in der eine fein ziselierte Traubenschere zu sehen ist, die ein jüdischer Silberschmied schaffen durfte, nachdem der christliche Zunftzwang sich gelockert hatte.

Wie erfreulich, dass die jüdische Emanzipation es einem jüdischen Silberschmied ermöglichte, endlich das berufliche Können und den Berufsstolz auszuleben, welches und welcher zu anderen Zeiten nur Menschen anderen Glaubens zugänglich waren.

  1. In einer anderen Ausstellung-Zacke zeigt eine Wand das Porträt der „Reynette von Koblenz“ (circa 1340 bis 1394/7).

Der Großkredit von mehrere tausend Gulden, den diese erfolgreiche, jüdische Geschäftsfrau dem Mainzer Erzbischof Adolf von Nassau im Verlauf der 1380er Jahre gewährte, war eine Ausnahmeerscheinung.
Nur ein recht kleiner Teil der jüdischen Bevölkerung verfügte im Mittelalter und vor Beginn der frühen Neuzeit über das notwendige Kapital und über die persönliche Reputation, um derart lohnende Großkredite unter Dach und Fach bringen zu können. Doch wie vorbildlich und ermutigend ist diese Ausnahme!
Schlussbemerkungen:
Die systematische Verschleppung der Jüdinnen und Juden aus der Saarpfalz begann bereits im Oktober 1940 mit dem Zielort „Camp de Gurs“ in Südfrankreich.
Die großen Massendeportationen aus Mainz und dem hessisch-pfälzischen Raum wurden ab März 1942 in Richtung Osten gelenkt – hin zum polnischen Zwischenlager/Ghetto „Piaski“.
Zum Teil waren uns diese geografischen und vernichtungstechnischen Sachverhalte bis zum Besuch des Mainzer Landesmuseums unbekannt, kein Wunder, wir kommen ja auch aus Hessen.
Die logistische Vielfalt des NS-Massenmords kennenzulernen, ist entsetzlich. Fehlendes Shoah-Wissen zu erlagen, ist unendlich wichtig!
Möge auch jüngeren Generationen die Empörung und der Widerwille über jedes Kleinreden, Leugnen und Beschönigung barbarischer Herrschaft beschieden sein!
In der Mainzer SchUM-Sonderausstellung gibt es noch viel zu entdecken, zu erfahren, zu verstehen.

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist dienstags von 10–20 Uhr, mittwochs bis sonntags von 10–17 Uhr geöffnet
 
Landesmuseum Mainz · Große Bleiche 49–51 · 55116 Mainz · 06131 2857 0 · landesmuseum-mainz@gdke.rlp.de
 
Wiesbaden, den 11.10.2026
Georg Habs

 

Stadtpark von Kfar Saba

Freundeskreis
Kfar Saba e. V.

Wir sind ein Partnerschaftsverein, der seit 1985 die Stadtverwaltungen bei der Organisation von Bürgerreisen unterstützt. Unser Ziel ist es, den Schüler-, Jugend- und Studentenaustausch zwischen Kfar Saba und anderen Städten zu fördern und das Verständnis über Kfar Saba und Israel zu erweitern.

Freundeskreis

Wiesbadens Partnerstadt Kfar Saba
1981/83 beschlossen die Landeshauptstadt Wiesbaden und die israelische Stadt Kfar Saba eine Städtepartnerschaft.
Kfar Saba liegt ca. 15 km nordöstlich von Tel Aviv, wenige Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt und an der Grenze
zum Westjordanland.
Die Stadt Kfar Saba wurde im Jahre 1903 gegründet. Sie hat sich von einer landwirtschaftlich geprägten Siedlung jüdischer Einwanderer zu einer bedeutenden Industrie- und Dienstleistungsmetropole entwickelt. Inzwischen leben hier
über 100.000 Menschen.
Kfar Saba versteht sich als „Grüne Stadt“ und bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern ein breites Spektrum an Bildungs-,
Kultur- und Sportmöglichkeiten. …

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Für weitere Informationen bitte Folder anklicken >

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Der Freundeskreis Kfar Saba e. V. ist der freiwillige Zusammenschluss von Privatpersonen aus unterschiedlichen Lebenswelten und Generationen.

Was uns eint, ist die strikte Ablehnung jeder Form des Antisemitismus.

Was uns eint, ist der unermüdliche Versuch, Menschen aus Kfar Saba und Wiesbaden zusammenzubringen, Land und Leute besser kennenzulernen, das wechselseitige Verständnis zu stärken, der Entdeckerfreude und dem Zusammenhalt immer wieder neue Nahrung zu geben.

Der Freundeskreis Kfar Saba e. V. repräsentiert weder Staat, Kommune noch Religion.

Er verfolgt weder parteipolitische noch wirtschaftliche Interessen.

Das Engagement des Freundeskreises Kfar Saba ist bodenständig.

Er leistet seine zivilgesellschaftliche Arbeit in persönlichen Begegnungen mit Einzelnen und Kleingruppen.

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Das Neue Logo

Dieser dicke Eukalyptusbaum wurde bei der Stadtgründung von Kfar Saba 1905

am Rathaus der Stadt gepflanzt.

Aus seinem Wurzelstock wächst ein Spross.

Dieser Baum mit Schössling ist für uns ein Sinnbild: Die Tradition lebt.

Das Bild ist ein Zeichen der Hoffnung – auf Frieden und eine lebendige Zukunft.

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Wir haben dieses Sinnbild als Vorlage für unser neues Logo genutzt.

Die stimmige Bildmarke wurde von dem Künstler und Kommunikationsdesigner Andreas Koridass entwickelt.

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Satzung → PDF

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Eukalyptus_mit_Spross©Ute_Kilian_2015.JPEG

Eukalyptus mit Spross ©Ute Kilian 2015

Die stimmige Bildmarke wurde von dem Künstler und Kommunikationsdesigner Andreas Koridass entwickelt.

Rückschau

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Unterstützung

ist uns in jeder Form hoch willkommen:

Unser Freundeskreis ist nicht mittellos.

Wir sind gut vernetzt, arbeitsam, freundlich, einfallsreich.

Woran es hin und wieder fehlt, um Projekte zielgerichtet angehen und zu Ende führen zu können, sind Expertise im Veranstaltungsmanagement, interkulturelle Kompetenz und Geld.

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Wenn Sie, Ihre Freunde und Bekannten, Ihre Organisation, Ihr Unternehmen

uns helfen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt zu auf.

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Finanzielle Unterstützung können Sie mit einer Einzelspende oder als institutionelles Fördermitglied leisten.

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Die Bankverbindung finden Sie hier.

Kontaktieren Sie uns

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder Telefon,

wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.

Sonnenuntergang über Kfar Saba

E-Mail

Rückblick

Mensch bleiben. Positiv sein in dunklen Zeiten

Ausstellungsprojekt mit Künstlerinnen und Künstlern aus Kfar Saba und Beit Berl in Israel und Wiesbaden
Julia Belot, Sibel Gueler, Georg Habs, Sigrid Holighaus, Ute Kilian, Veronika List, Tslila Melnick, Mor Peled,
Karin Tettenborn, Amnon Tischler, Rolf Toyka, Etty Sharony, Erez Uzan
Eröffnung am 17. März um 18 Uhr
durch Herrn Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende
im Foyer des Rathauses Wiesbaden

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Die Eröffnung am 17. März (Video)
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